VOS gibt Mehrwertsteuersenkung als „2 für 1“-Angebot an Fahrgäste weiter

Ihr wolltet immer schon mal eine Person auf euerem Semesterticket mitnehmen, um in die Stadt oder in die Umgebung Osnabrücks zu fahren? Das ist nun möglich. Im Rahmen der Mehrwertsteuersenkung haben die Verkehrsbetriebe Osnabrücks (VOS) beschlossen diesen Vorteil an ihre Fahrgäste weiter zu geben. Und so läuft es ab:
Anstatt die Mehrwertsteuersenkung an die Fahrgäste direkt weiterzugeben, wird von Stadtwerken vom 24. – 30.08.2020 ein “2 für 1” Angebot aufgesetzt. Das bedeutet mit einem gültigen Ticket kann man eine weitere Person mitnehmen. Diese Regelung gilt auch für das Semesterticket.

Also nutzt die Zeit des Angebots und nimmt eure Freunde und Bekannte mit.

Hier geht es zum Artikel der NOZ: https://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/2078298/vos-gibt-mehrwertsteuersenkung-als-2-fuer-1-angebot-an-fahrgaeste-weiter

Bildquelle: Stadtwerke Osnabrück

Open-Air Kino im Innenhof des Osnabrücker Schlosses am 20.07. – “Joker”

Wir laden euch ein für einen Abend im Cinema-Arthouse Open-Air Kino!

  • Veranstalter: Cinema-Arthouse
  • 20. Juli 2020 im Schlossinnenhof, Osnabrück
  • Einlass ab 20:00, Filmstart gegen 21:30 mit Einbruch der Dunkelheit
  • Abendkasse 5€
jeder ist herzlich willkommen! Natürlich unter allen aktuell geltenden Schutzmaßnahmen. Die Sitzordnung im Kino sieht jeweils Zweierpaare von Stühlen vor. Eine Online-Anmeldung beschleunigt den Prozess an der Abendkasse. Bitte registriert euch daher unten mit Namen und E-Mail-Adressen zu Zweit. Unter allen Anmeldungen werden zwei T-Shirts des HS Shops verlost.
Zum Ende des Sommersemesters gibt’s einen der größten Blockbuster des letzten Jahres: JOKER! 📽 🎞 Das düstere Drama über den Clown-Prinzen des Verbrechens zeigt jedoch nicht den größenwahnsinnigen Bösewicht, den vielleicht viele erwarten… dieser Film erzählt die Geschichte, wie Arthur Fleck zum Joker wurde. 🤡 Wir begleiten Arthur durch seinen düsteren und bedrückenden Alltag. Wir lernen einen Mann kennen, der immer das Gute in einer Welt zu sehen versucht, die ihm nichts als Leid und Schmerz spüren lässt. Im Laufe von 122 Minuten verfolgen wir, als Zuschauer, wie Arthur immer weiter von seiner Umwelt in die Knie gezwungen wird, bis er sich gezwungen sieht, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen… wir verfolgen seine Transformation in eine der ikonischsten Figuren der Welt: den JOKER. 🎬 JOKER wurde für zahlreiche Preise nominiert und ist bei keiner Verleihung mit leeren Händen nach Hause gegangen. 🤩 Den größten Erfolg hat Hauptdarsteller Joaquin Phoenix gefeiert. Für seine Darstellung von Arthur Fleck/Joker gewann er bei der Oscarverleihung 2020 den Preis als besten Hauptdarsteller! 🏆 Wer ein Fan von wahrem Blockbuster-Kino ist und sich bei einem düsteren und spannenden Drama einen geilen outdoor Kino-Abend machen will, ist bei uns genau richtig! 🍿🎟 Hauptdarsteller: Joaquin Phoenix, Robert De Niro Regie: Todd Phillips FSK: 16 Laufzeit: 122 Minuten Produktionsland: USA
Hier könnt ihr euch ganz unverbindlich anmelden:

Open-Air Kino - SoSe 2020 - I&I und WiSo

Euer Fachschaftsrat I&I & Fachschaftsrat WiSo

Online Beachparty der Fachschaften WiSo und IuI im Sommersemester 2020

Wir wollen mit euch feiern!

Selbstverständlich hätten wir gerne auch das Ende dieses Sommersemesters mit einem Tag voller Sonne, Strand, Turniere & Bier gefeiert. Dieses Jahr lautet das Motto aber leider Selfmade Bechparty – dennoch wollen wir möglichst viele von euch dabei haben – online!

Wir wollen euch auch in diesem Semester einen Abschluss liefern, der unvergesslich wird!

Dafür haben wir zwei DJs, ganz viel Deko und richtig viel Bock zusammengetragen.

Es wird ein genialer Abend mit einem DJ-Battle und richtig guter Musik geben.

Schnapp dir deine Freunde, chillt euch in die Sonne, genießt ein kühles Bier und entscheidet beim Livestream über Twitch, wer das DJ-Battle gewinnt!

WO: Bei dir Zuhause, im Park, am See – überall wo DU bist.

SAVE THE DATE
– 18. Juli 2020 | Ab 20Uhr geht’s los –

Um immer auf dem aktuellen Stand zu bleiben und weitere Infos zu erhalten, schaut einfach auf hochschulfreun.de vorbei, folgt uns auf Instagram oder sagt der Veranstaltung auf Facebook zu.

Lasst uns das Beste draus machen!

Eure Fachschaftsräte WiSo und I&I

Gruppen-Videochat „Mal drüber reden…“

Der gewohnte Studien- und Lernalltag hat sich in Zeiten von „Social Distancing“ und Online-Vorlesungen gewandelt. Dabei kann es unterschiedlich gut gelingen, sich mit den neuen Gegebenheiten anzufreunden – vielleicht fehlt einfach die Motivation, sich um 8 Uhr zur Vorlesung an den Rechner zu setzen, oder sich allein zu Hause ohne Lerngruppe auf die Klausuren vorzubereiten. Womöglich überschattet die Frage nach der Finanzierung des Lebensunterhalts aber auch einfach gerade den gesamten Studienalltag.

In unserer Gruppenberatung „Mal drüber reden…“ möchte Ihnen das Team der Zentralen Studienberatung den Raum bieten, genau das zu tun – einfach mal drüber reden und gemeinsam mit uns und Ihren Kommiliton*innen im Austausch Lösungen zu entwickeln.

Wir beraten Sie live in einem Gruppen-Videochat zu allen Fragen, die Sie im Moment zum Studium unter den veränderten Bedingungen beschäftigen und leiten sie ggf. an entsprechende Stellen weiter.

Gruppenberatung „Mal drüber reden…“ am Freitag, den 26. Juni von 14 – 16 Uhr.

Bitte melden Sie sich per E-Mail an: info@zsb-os.de

Wichtig: Sie bekommen anschließend einen Link zum Chat zugeschickt. Bitte prüfen Sie auch Ihren SPAM-Filter, wenn Sie in Ihrem Posteingang keine E-Mail von uns erhalten haben.

Büro Öffnungszeiten und Sprechzeiten während der Vorlesungsfreien Zeit

Wie immer sind wir auch während der Vorlesungsfreien Zeit für jegliche Anfragen zur Stelle. Das Büro am Westerberg ist regelmäßig personell besetzt. Die Büros in Lingen in Haste sind auf Anfrage für euch da.

Büro am Westerberg
Öffnungszeiten: Mo – Do: 10:00 – 14:00 Uhr
Sprechzeiten (telefonisch): Mo – Do: 08:30 – 16:30 Uhr
Mail: asta@hochschulfeun.de
Telefon: 0541/9692118

Büro in Haste
Büro ist geschlossen. Einzeltermine auf Anfrage per Mail
Mail: haste@hochschulfreun.de
Telefon: 0541/9695138

Büro in Lingen
Büro ist geschlossen. Einzeltermine auf Anfrage per Mail
Mail: lingen@hochschulfreun.de
Telefon: 0591/80098273

Wir wünschen weiterhin viel Erfolg bei den Prüfungen und eine angenehme Vorlesungsfreie Zeit 🙂

Überbrückungshilfe für Studierende – Antragsstellung ab Dienstag 16.06.2020 möglich!

Im April (!) hat die Bundesministerin für Bildung und Forschung Frau Anja Karliczek eine Überbrückungshilfe für Studierende in Not angekündigt. Lange Zeit war es still um die Überbrückungshilfe, doch jetzt soll es schnell losgehen.

Ab dem 16.06.2020 soll man online auf der Website überbrückungshilfe-studierende.de einen Antrag stellen können, um bis zu 500€ im Monat zu bekommen. Man muss und kann monatlich einen neuen Antrag stellen. Und zwar für die Monate Juni, Juli und August 2020.

Wir sind froh, dass es nach so langer Zeit doch endlich mal geklappt hat. Bitte schaut euch einmal die genauen Bedingungen und weiteren Informationen zur Überbrückungshilfe bei Studis-Online an. Dort wurde es sehr gut zusammengefasst.

Bei Problemen, meldet euch wie immer sehr gerne bei uns. Ruft uns an, oder schickt uns eine Mail an asta@hochschulfreun.de

Online Escape Room

Ihr wart echt heiß auf den Online-Ecape-Room. Leider haben wir keine Codes mehr, und unsere Nachrücker-Liste ist auch schon voll. Sollten wir sowas nochmal starten, melden wir uns bei euch. Haltet einfach die Augen auf.

Ihr habt Bock eure grauen Zellen mal wieder für etwas anderes als die nahenden Klausuren einzusetzen? Wir hätten da was für Euch: Einen Online-Escape Room! Findet Euch digital als Gruppe zusammen und rätselt so gemeinsam mit euern Freunden, ganz egal wo ihr alle im Moment seid. Und das für euch ganz kostenlos! Seid aber schnell, unser Kontingent ist nämlich begrenzt.
Dabei gibt es zwei Storys zur Auswahl:

“UNTER QUARANTÄNE” Die Welt steht still!
Das kursierende Virus hat eine Epidemie ausgelöst und viele Menschen befinden sich in Quarantäne. Ihr habt Euch dennoch in unsere Detektei gewagt, um Euch dem neuesten Fall zu widmen: Das Verschwinden von Prof. Marks. Der weltweit anerkannte Virologe ist seit heute Morgen verschwunden und mit ihm auch seine Formel zum neuesten Impfstoff gegen das Virus. Der Professor soll sich nach der gestrigen Bekanntgabe seiner neuesten Fortschritte im Kampf gegen die Epidemie und einem anschließenden Telefonanruf besonders merkwürdig verhalten haben. Was war mit ihm los und mit wem hat er telefoniert? Ihr solltet keine Zeit verschwenden. Macht Euch auf den Weg zu seiner Wohnung, beschafft Euch Zutritt und durchsucht alles!

“OPERATION JACKPOT”
Ihr seid die Meisterdiebe und raubt das Casino aus!
In der Verbrecherszene habt Ihr euch bereits einen Namen gemacht und habt nun den größten Überfall geplant, den die Welt jemals gesehen hat. Das perfekte Team aus cleveren Köpfen und geschickten Dieben habt Ihr an Eurer Seite und seid bereit Euren ausgeklügelten Plan in die Tat umzusetzen! Habt Ihr das Zeug den zwielichtigen Casino Boss zu überlisten? Viel Erfolg Meisterdiebe!

So läuft das Ganze ab:
1. Als Gruppe bestimmt ihr einen Spielmeister.
2. Dieser meldet eure Gruppe unter dem unterstehenden Formular für den Escape Room an. (Wenn ihr mit mehreren spielt, müsst ihr euch nicht alle einzeln anmelden. Der Spielmeister gibt die Namen seiner Teammitglieder an)
3. Innerhalb eines Tages erhält der Spielmeister von uns einen individuellen Gutscheinscode.
4. Unter www.bigbreakhamburg.com/spiele/online-escape-game/ könnt ihr euch einen der beiden oben beschriebenen Escape Rooms auswählen.
5. Legt diesen in Euren Warenkorb und gebt den Gutscheincode ein und folgt den weiteren Instruktionen auf der Seite. Auf diese Weise müsst ihr für den Escape-Room nichts bezahlen! Das hat der AStA bereits für euch getan.
6. Euer Spielmeister bekommt dann eine Email mit einem Link zu euerm Escape Room.
7. Der Spielmeister leitet dann den Link zum Escape Room an die anderen Mitspieler weiter.
8. Zu einem unter euch abgemachten Datum/ Uhrzeit trefft ihr euch dann am besten über Zoom, Skype oder einem Videokonferenz Programm eures Vertrauens und rätselt gemeinsam. Dazu klickt ihr alle gleichzeitig auf den Link und startet so das Escape Game.

Bei Fragen meldet euch gerne bei kultur@hochschulfreun.de Viel Spaß!

Härtefallantrag der Landesastenkonferenz (LAK) auf Nichtanrechnung des SoSe 2020

Achtung, mit dieser Möglichkeit soll Druck auf die Landesregierung aufgeübt werden. Dies ist keine Versicherung dafür, dass die Hochschule dem Antrag zustimmen muss. Wie unten beschrieben, gibt es in Niedersachsen aktuell nicht viele Möglichkeiten zur Nichtanrechnung des Semesters.

Covid-19 stellt für viele Studierende eine große Herausforderung dar:
Vorlesungen finden nur online statt, Bibliotheken sind nur eingeschränkt nutzbar, Auslandssemester entfallen und Praktika werden ausgesetzt oder verschoben.

Aus verschiedenen Gründen ist es vielen Studierenden nicht möglich, diesen Sommer vollständig an einem digitalen Semester teilzunehmen.
Die dadurch entstehende Verzögerung im Studium geht mit einer Reihe weiterer Konsequenzen einher.
Langzeitstudiengebühren, erhöhte Kosten für die Krankenkasse und Wegfall des Kindergeldes sind nur einige der in Aussicht stehenden Konsequenzen.

Andere Bundesländer, wie NRW und Berlin, rechnen aus diesem Grund das Sommersemester 2020 für alle Studierenden nicht auf die Regelstudienzeit an.
Das Land Niedersachsen bietet als “Kompromiss” lediglich die Möglichkeit, einen “Härtefallantrag” zur Verlängerung des Studienguthabens zu stellen.

Aus diesem Grund fordern wir euch Studierende dazu auf, einen solchen Härtefallantrag zur Verlängerung des Studienguthabens zu stellen!
Somit zeigen wir, dass es sich nicht um “einige Härtefälle” handelt, sondern es nahezu alle Studierenden betrifft!

Genaue Informationen und eine Vorlage zu dem Antrag findet ihr auf der Website der LandesAstenKonferenz:
http://www.lak-niedersachsen.de/2020/05/aufruf-zum-haertefallantrag-zur-nichtanrechnung-des-sommersemester2020/

Ihr habt Fragen bezüglich des Härtefallantrags? Unter folgendem Link findet ihr ein FAQ:
http://www.lak-niedersachsen.de/2020/05/faq-haertefallantrag/

2. Online-Dinner des AStA an der HS-Osnabrück

Euch fällt so langsam die Decke auf den Kopf und Ihr habt Lust mal wieder was zu unternehmen? Dann haben wir was für Euch! Sei Teil des zweiten Online Dinners unseres AStA. Schmeiß dich in Schale oder bleib in deiner Jogginghose – das ist völlig egal. Hauptsache du hast Bock neue Leute kennenzulernen und gemeinsam (wenn auch nur virtuell) etwas zu kochen und zu essen!
Wie funktioniert das Ganze? Melde dich einfach weiter unten auf dieser Seite mit deiner Email Adresse an. Zwei Tage vor dem Online-Dinner bekommst du eine Mail von uns die einen Link zu einem Chatraum beinhaltet. Hier trefft ihr euch einen Tag zuvor, könnt euch über das Gericht abstimmen und am nächsten Tag alle Zutaten besorgen. Am 04.06.2020 um 19:30 Uhr versammelt ihr euch dann in eurem Video-Chat – bereit zum Kochen des vorher abgemachten Gerichts!
Dort seht ihr dann endlich mal wieder ein paar neue, unbekannte Gesichter. Wenn’s schlecht läuft kocht und esst ihr zumindest mal wieder in Gesellschaft. Wenn’s gut läuft, lernt ihr Leute kennen, mit denen ihr, wenn das alles vorbei ist, vielleicht ja auch mal Offline ein gemeinsames Dinner veranstalten könnt. Und je nachdem wie die Stimmung ist, könnt ihr ja noch ein paar (Trink)Spiele spielen.

Hier geht es direkt zur Veranstaltung und der Anmeldung: https://hochschulfreun.de/event/2-online-dinner/

Wir freuen uns über zahlreiche Anmeldungen und bunte Gruppenzusammenstellungen!
Wendet euch bei Fragen gerne an kultur@hochschulfreun.de
Euer AStA der Hochschule Osnabrück

Offener Brief: Studieren in Zeiten von Corona – soziale Notlage gemeinsam bewältigen

Offener Brief der Studierenden an die Bundeskanzlerin, die Bundesregierung (vertreten durch die Bundesminister*innen Herrn Scholz und Frau Karliczek), die Regierungschef*innen der Länder sowie die Vorsitzenden der Parteien des Deutschen Bundestages über die soziale Notlage der Studierenden in der Corona-Krise

Deutschland steht in der aktuellen Corona-Pandemie vor gesellschaftlichen Herausforderungen unbekannten Ausmaßes. Nie zuvor waren die Einschnitte im gesellschaftlichen Leben aufgrund einer Pandemie so weitreichend, die Folgen für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt so gravierend. Auch die Studierenden trifft die Corona-Pandemie in Deutschland hart. Schätzungsweise 750.000 Studierende stecken seit zwei Monaten in existentiellen finanziellen Notlagen. Sie haben ihren Nebenjob verloren oder ihre laufenden Arbeitsverträge wurden nicht verlängert. Viele dieser Studierenden wissen seit Wochen nicht, wie sie ihre Miete, Lebensmittel oder weitere Verbindlichkeiten zahlen sollen. An ein sorgenfreies und reguläres Studium ist für diese Menschen gar nicht zu denken. Viele werden in den nächsten Wochen und Monaten ihr Studium aus finanziellen Gründen abbrechen müssen, einige haben es schon getan. Denn leider hat die Politik in den letzten zwei Monaten im Allgemeinen sehr wenig für die drei Millionen Studierenden in Deutschland unternommen. Studierende, die ihren Verdienst zumeist mit mehreren Nebenjobs bestreiten, können kein Kurzarbeitergeld beziehen und werden stattdessen in der Regel schlicht und ergreifend aus ihrem Arbeitsverhältnis gekündigt. Auch der Bezug von Arbeitslosengeld II während eines Studiums ist ausgeschlossen. Sie fallen damit durch alle Sicherungsnetze unseres Sozialsystems. Viele warten daher seit Monaten auf ein politisches Signal zur Sicherung ihrer Existenz.

Erst nach eineinhalb Monaten hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung eine “Lösung” für in Not geratene Studierende präsentiert. Nach dieser sollen die Gelder sogar erst zum 1. Juni für einen Teil der EU-Studierenden und zum 1. Juli für ausländische Studierende fließen. Viele Studierende hatten bis dahin einen Ausfall von annähernd drei Monatseinkünften. Diese “Lösung” besteht aus geringfügigen Anpassungen der Bedingungen des bereits seit 2006 bestehenden KfW-Studienkredits sowie der Aufstockung der Hilfsfonds von Studierendenwerken. Doch sie verkennt die Realität der Studierenden. Viele Studierende werden sich durch den Kredit verschulden, die Zuschüsse an die Studierendenwerke stehen aktuell noch gar nicht zur Auszahlung bereit und werden bei Weitem nicht ausreichen. Eine verschuldete Studierendengeneration darf es unter keinerlei Umständen geben und ist die schlechteste “Lösung”, die sich der Bildungs- und Wissenschaftsstandort Deutschland leisten konnte.

Kreditbürde für eine ganze Studierendengeneration

An den Konditionen des KfW-Studienkredits ändert sich in der Krisenlösung nur, dass dieser auch für internationale Studierende – befristet auf neun Monate – zugänglich ist und in der Anfangszeit – bis März 2021 – zinsfrei ausgezahlt wird. Das bedeutet jedoch, dass nach dem 31.03.2021 ganz normal Zinsen anfallen. Dementsprechend führt diese Lösung zu einer Gesamtzinslast von mehreren tausend Euro für die Studierenden, während der Bund davon gerade einmal bis zu 150 € trägt, wie sowohl wir Studierendenverbände [1] als auch die GEW [2] vorrechneten. Prinzipiell gilt: Je schlechter es den Studierenden finanziell geht, desto höher die Zinslast – auch in der Krise! Auch für internationale Studierende aus sogenannten Drittstaaten kann u.a. aufgrund einschränkender Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt wie der 120-Tage-Regel, die Rückzahlung eines Kredits besonders herausfordernd sein [3]. Hier von einem zinslosen Kredit zu sprechen, ist nicht richtig. Wirklich offen kommuniziert wurde dieser Umstand bisher nicht.


Es kommt hinzu, dass sich auch bei den Voraussetzungen für den Kredit nichts ändert. Das heißt, dass Studierende, die bereits vor der Krise einen Studienkredit aufgenommen und noch nicht zurückgezahlt haben, keinen weiteren Kredit als “Überbrückungshilfe” aufnehmen können. Auch Studierende, die über dem 10. Fachsemester sind, bekommen bei der KfW keinen Kredit. Einerseits benachteiligt das Studierende im Diplom oder Staatsexamen gegenüber Bachelor und Master, andererseits ist die Regelstudienzeit generell schwer einzuhalten. Nur knapp 40 % der Studierenden schließen laut den Zahlen des Statistischen Bundesamtes ihr Studium in Regelstudienzeit ab [4]. Damit fallen immer noch enorm viele Studierende durchs Raster. 

Die monatliche Kredithöhe beträgt bis zu 650 € pro Kopf. Es ist unvorstellbar, mit einer solchen Summe in Großstädten wie München, Köln oder Hamburg seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Das Existenzminimum für einen alleinstehenden 1-Personen Haushalt wurde für das Jahr 2020 auf 9.168 € festgelegt. Dies sind monatlich 784 € und damit mehr als die maximale Antragssumme des KfW-Kredits. Bedarfsgerecht ist also selbst die höchste zu beantragende Summe nicht.

Zuschüsse als sozialverträgliche Lösung

Die Studierendenwerke bekommen zusätzlich insgesamt 100 Mio. Euro, um hiermit ihre lokalen Hilfsfonds aufzustocken. In den vergangenen Wochen haben bereits Initiativen aus Ländern wie Hessen, Berlin oder Schleswig-Holstein Studierenden finanzielle Soforthilfen zur Verfügung gestellt. Dies begrüßen wir ausdrücklich. An den großen Antragszahlen und der schnellen Ausschöpfung dieser Mittel zeigte sich jedoch, dass weitere Hilfen dringend nötig sind. Jedoch würde, wenn man diese 100 Mio. Euro zu gleichen Teilen auf die 750.000 Studierenden in finanzieller Not verteilen würde, diese nicht einmal 150 € bekommen und das als einmalige Zahlung. Das heißt die Zuschusshöhe ist viel zu gering und ebenfalls nicht bedarfsgerecht. Wenn man bedenkt, dass Studierende durchschnittlich für die Miete 323 € aufbringen werden [5], stellt das in keiner Weise eine bedarfsgerechte Zuschusshöhe dar.
Dabei wäre mehr Geld vorhanden. Im Jahr 2019 wurden um die 900 Mio. € an veranschlagten BAföG-Mitteln nicht abgerufen. Das ist Geld, welches für die Studierenden vorgesehen war. Eine Verwendung dieser Mittel würde sich für eine zielgerechte und faire Zuschusslösung hervorragend eignen. Dass es lediglich 100 Mio. € von einer knappen Milliarde in den Topf geschafft haben, ist aus unserer Sicht eine magere Bilanz.

Studienfinanzierung zukunftssicher gestalten

Nutzen Sie jetzt diese historische Situation, um für gesicherte Ausbildungsverhältnisse und finanzielle Sicherung der Studierenden zu sorgen. Aus den Erfahrungen der letzten Monate muss die Erkenntnis erwachsen, dass viele Notlagen von Studierenden hätten vermieden werden können, wenn es eine gesicherte Studienfinanzierung für alle gegeben hätte. Seit Jahrzehnten plädieren  viele für ein verbessertes BAföG. Die finanzielle Absicherung des Studiums darf nicht nur eine politische Forderung bleiben, sie ist ein grundlegender Baustein für eine gut ausgebildete zukünftige Gesellschaft.

Gemeinsam stark – Bund und Länder für die Studierenden

Studierenden muss in dieser außergewöhnlichen Situation finanziell geholfen werden. Dafür müssen sich der Bund und die Länder davon abwenden, die Zuständigkeiten für die soziale Notlage der Betroffenen beim jeweils anderen zu sehen. Nach zwei Monaten Stillstand und Existenznot für hunderttausende Studierende muss dieser Verschiebebahnhof der Verantwortlichkeiten endlich beendet werden. Klare Aussagen und konkrete, umsetzbare Hilfen für die in Not geratenen Studierenden sind dringend erforderlich. Die Zukunft des Wissenschaftsstandortes Deutschland ist in Gefahr, wenn Studierende, die das Hochschulwesen mit Leben erfüllen, diesen reihenweise verlassen müssen.

Auch muss die Darlehenslösung des Bundes dringend überdacht werden. Die drohende Zinslast durch den “zinslosen” KfW-Kredit für Studierende führt zu einer verschuldeten Studierendengeneration. Das Problem der Finanzierung wird mit einem Kredit anstatt eines Zuschusses nur in die Zukunft hinausgeschoben. Die Studierenden, die sich nun notgedrungen dafür entscheiden, einen solchen Kredit aufzunehmen, müssen bei der derzeit vorgeschlagenen Lösung noch während des Studiums die Rückzahlung finanziell stemmen.

Wir fordern daher ein Bund-Länder-Programm zur Aufstockung der Zuschüsse an die Studierendenwerke auf mindestens 900 Millionen Euro. Für eine bedarfsgerechte nachhaltige Finanzierung der Studierenden in der Krise ist jedoch mehr als diese knappe Milliarde Euro nötig. Die Mittel müssen allen Studierenden zugänglich sein und abseits der Bedürftigkeit an keine weiteren Bedingungen geknüpft werden.

Eine solidarische Gesellschaft profitiert davon, wenn sie Verantwortung für den wissenschaftlichen Nachwuchs der Bundesrepublik Deutschland übernimmt, und damit ebenso in ihre Zukunft, in angehende Ingenieur*innen, Ärzt*innen, Lehrer*innen, Sozialpädagog*innen und Wissenschaftler*innen investiert. Die Studierenden von heute sind die Krisenmanager*innen von morgen. Machen Sie dieses Land auch in Zukunft krisenfest und helfen Sie den in Not geratenen Studierenden – durch bedarfsdeckende Zuschüsse, durch ein reformiertes BAföG für alle, sowie durch schnelle und vor allem unbürokratische Hilfe. Sichern Sie die zukünftige Generation!

Mit freundlichen Grüßen und bleiben Sie gesund!


Quellenverweise:

[1] https://latnrw.de/2020/05/06/pressemitteilung-staat-verdient-an-studierenden-in-not/
[2] https://www.spiegel.de/panorama/bildung/darlehen-fuer-studierende-in-not-im-ansatz-voellig-verfehlt-a-c514de36-2c90-4f36-9485-af7ba52a5ab6
[3] http://www.gesetze-im-internet.de/aufenthg_2004/__16b.html
[4] https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2016/05/PD16_181_213.html
[5] http://www.sozialerhebung.de/download/21/Soz21_hauptbericht.pdf

Unterzeichner*innen

Bundesstudierendenvertretungen

Bundesverband ausländischer Studierender (BAS)
Studierendenrat des Deutschen Studentenwerks (DSW)
Vertreter*Innen der Studierendenschaften im Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) e.V.
freier zusammenschluss von student*innenschaften (fzs) e.V.

Landesstudierendenvertretungen

Brandenburgische Studierendenvertretung/BRANDSTUVE
Konferenz Sächsischer Studierendenschaften
Landes-ASten-Konferenz Bayern
Landes-ASten-Konferenz Niedersachsen
Landes-ASten-Konferenz Rheinland-Pfalz
Landes-ASten-Konferenz Saarland
Landes-ASten-Treffen Nordrhein-Westfalen
Landeskonferenz der Studierendenschaften Mecklenburg-Vorpommern
Landesstudierendenvertretung Baden-Württemberg
Studierendenräte Konferenz Sachsen-Anhalt

Hochschulpolitische Gruppen – bundesweit

Campusgrün – Bundesverband grüner und grün-alternativer Hochschulgruppen
Juso-Hochschulgruppen
Linksjugend [‘solid]

Bundesfachschaftentagungen

Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. (bvmd)
GeoDACH – Vertretung Deutschsprachiger Geographiestudierender e.V.
Gestein – Geowissenschaftliches Studentisches Erfahrungs- und Interessensnetzwerk e.V.
Zusammenkunft aller Physikfachschaften (ZaPF)

Studierendenvertretungen der Hochschulen
AStA der CAU zu Kiel
AStA der FH Aachen
AStA der RWTH AAchen
AStA der Europa-Universität Viadrina
AStA der FH Bielefeld – Hochschulpolitisches Referat
AStA der Frankfurt University of Applied Sciences
AStA der Goethe-Universität Frankfurt
AStA der Hochschule für Gesundheit Bochum
AStA der Medizinische Hochschule Brandenburg 
AStA der TU Dortmund
AStA der TU Kaiserslautern – Referat für Politische Arbeit
AStA der Universität Bonn
AStA der Universität Mainz
AStA der Universität Münster
AStA der Universität Potsdam
AStA der Universität Trier
AStA der Universität zu Köln
AStA der Deutschen Sporthochschule Köln
FSR-ASW TH Köln – Fachschaftsrat Angewandte Sozialwissenschaften
FsVK TH Köln – FachschaftsVertreter*innenKonferenz
Studierendenvertretung FAU Erlangen-Nürnberg
Studierendenvertretung Hochschule München
StuPa der Europa-Universität Viadrina
StuRa TU Chemnitz
StuRa TU Dresden
StuRa Zwickau
Verfasste Studierendenschaft der Universität Tübingen

hochschulpolitische Gruppen – lokal 

Campusgrün Bayern
GEW Studis Brandenburg
Grüne Jugend Brandenburg
Jusos sowie Juso-Hochschulgruppen Rheinland-Pfalz
Linksjugend [‘solid] Brandenburg
Bunte Liste Sporthochschule Köln
DGB Hochschulgruppe Potsdam
DIE LINKE.SDS Potsdam
Die Linke.SDS TU Dresden
Die LISTE FAU Erlangen-Nürnberg
campus:grün kölncampus:grün Sporthochschule Köln
Campusgrün Mainz
Grüne Hochschulgruppe Bonn
Grüne Hochschulgruppe Potsdam 
Grüne Hochschulgruppe Tübingen
Juso-Hochschulgruppe Bonn
Juso-Hochschulgruppe Kaiserslautern
Juso-Hochschulgruppe Kiel
Juso-Hochschulgruppe Universität Köln
Juso-Hochschulgruppe Technische Hochschule Köln
Jusos sowie Juso-Hochschulgruppe Mainz
Jusos sowie Juso-Hochschulgruppe Trier
Links-Grüne Fraktion Europa Universität Viadrina
SDS TU Dresden
Studiengangssprecher B.A. Sport, Erlebnis und Bewegung 3J Sporthochschule Köln Studiengangssprecher Lehramt Staatsexamen Sporthochschule Köln 
unter_bau Hochschulgewerkschaft

Adressat*innen des Offenen Briefs

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel
Bundesministerin Anja Karliczek
Bundesminister Olaf Scholz

Nordrhein-Westfalen Ministerpräsident Armin Laschet
Bayern Ministerpräsident Markus Söder
Baden-Württemberg Ministerpräsident Winfried Kretschmann
Niedersachsen  Ministerpräsident Stephan Weil
Hessen Ministerpräsident Volker Bouffier
Rheinland-Pfalz Ministerpräsidentin Malu Dreyer
Sachsen  Ministerpräsident Michael Kretschmer
Berlin Regierender Bürgermeister Michael Müller
Schleswig-Holstein Ministerpräsident Daniel Günther
Brandenburg Ministerpräsident Dietmar Woidke
Sachsen-Anhalt Ministerpräsident Reiner Haseloff SRK Sachsen-Anhalt
Thüringen Ministerpräsident Bodo Ramelow
Hamburg Erster Bürgermeister Peter Tschentscher
Mecklenburg-Vorpommern Ministerpräsidentin Manuela Schwesig
Saarland Ministerpräsident Tobias Hans
Bremen Bürgermeister Andreas Bovenschulte

Vorsitzende der CDU Deutschland Annegret Kramp-Karrenbauer
Vorsitzende der SPD Deutschland Norbert Walther-Borjans und Saskia Esken
Vorsitzender der CSU Bayern Markus Söder
Vorsitzender der FDP Deutschland Christian Lindner
Vorsitzende der Partei Die Linke Deutschland Bernd Riexinger und Katja Kipping
Vorsitzende der Partei Bündnis 90/ Die Grünen Deutschland Robert Habeck und Annalena Baerbock

Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag Ralph Brinkhaus
Vorsitzender der SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag Rolf Mützenich
Vorsitzender der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag Christian Lindner
Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag Amira Mohamed Ali und Dr. Dietmar Bartsch
Vorsitzende der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen im Deutschen Bundestag Katrin Göring-Eckardt und Dr. Anton Hofreiter