Was geht eigentlich bei Campus ohne Grenzen?

Unglaublich viel ist geschehen in den letzten Monaten. Wir freuen uns sehr, dass wir 90 GasthörerInnen an der Hochschule begrüßen dürfen. Nach einigen Irrwegen auf dem Campus und mit viel Geduld sind wir aber nun doch guter Dinge, dass die meisten in ihren Modulen und Deutschkursen angekommen sind. Das bedeutet für uns aber auch eine Menge mehr Arbeit. Und die Ideen gehen uns nicht aus 😉

Planen, planen und ganz viel Freu(n)de

Um uns für die kommende Zeit zu wappnen, sind wir zu Beginn des Semesters für ein Planungswochenende in Bohmte zusammengekommen. Im Wintersemester sind uns immer neue Ideen gekommen, welche Angebote wir abgesehen von dem Austauschprojekt gerne machen würden. Und da unser Team stetig wächst, konnten an dem Wochenende viele neue Projekte auf den Weg gebracht werden. Um ehrlich zu sein, haben wir nicht nur geplant aber seht selbst…

Was bisher geschah…

Also sind wir gut gestärkt und hoch motiviert in das neue Semester gestartet. „Wir“ sind mittlerweile 20 Studis von der Hochschule und der Uni, die die verschiedensten gemeinsamen Angebote für Studis und Geflüchtete an der Hochschule organisieren. So wird bald eine internationale Fußballgruppe ins Leben gerufen, eine Gruppe speziell für junge Frauen trifft sich ein Mal wöchentlich und dank wahnsinnig vieler engagierter Studis können wir ab Mai vier Mal in der Woche Deutschunterricht anbieten. Bei der ganzen Arbeit darf natürlich das Feiern nicht zu kurz kommen 😉 Campus ohne Grenzen feiert! findet monatlich in der CaLo statt.

Was ist aus den AustauschpartnerInnen geworden?

Vor ziemlich genau einem Monat haben sich unsere 30 AustauschpartnerInnen endlich kennengelernt. Mit viel guter Laune, gutem Essen aber auch ein bisschen Lampenfieber haben wir den Auftakt für das Austauschprojekt gut über die Bühne gebracht. Seitdem treffen sich alle Tandems im Zwei-Wochen-Takt, kochen zusammen, basteln, machen Musik und diskutieren.

Wie geht’s weiter?

Wie du sehen kannst, es gibt viel zu tun aber wir haben auch wirklich schon einiges geschafft. Wenn du jetzt Lust bekommen hast, dir das Ganze mal anzukucken, schreib uns eine Mail oder schau einfach auf unseren Teamsitzungen vorbei. Vielleicht sehen wir uns ja auch am 26. April beim Austausch der Kulturen auf dem Terrassenfest!

Zeig Studieninteressierten deinen Alltag an der Hochschule!

Sicher hast du dich vor deinem Studium auch gefragt, ob deine Wahl des Faches richtig ist und hattest nur grobe Vorstellungen vom Campusleben und der Organisation einer Hochschule. Dann weißt du, wie sich viele Studieninteressierte vor ihrer Studienwahl fühlen und wie schwer diese sein kann. Die Orientierungswochen sollen den Studieninteressierten vorab einen Eindruck verschaffen, die Entscheidung erleichtern und natürlich die Vorzüge der jeweiligen Hochschule präsentieren. Du als “alter Student” bist gesucht! Zeig den Studieninteressierten deinen Alltag an der Hochschule und werde ehrenamtlicher Helfer im Programm “Studi für einen Tag” von der zentralen Studienberatung.

Was muss ich tun?

Ob Campusführung, Mensabesuch, Besuch in der Bibliothek, Gespräche mit DozentInnen oder die Begleitung zu Vorlesungen und Seminaren – der Tag für deinen Gast-Studi wird individuell abgestimmt. Dafür gibt es abschließend natürlich ein aussagekräftiges Zertifikat. Um teilzunehmen, musst du dich für eine Vorbesprechung bei der Zentralen Studienberatung anmelden. Das geht als Gast (Login für Externe) über StudIP bei der Universität. Folgende Termine stehen für die Vorbesprechung zur Auswahl:

  • Mittwoch, 20.04.2016 von 11.00-12.00 Uhr (Standort: Innenstadt)
  • Donnerstag, 21.04.2016 von 11.00-12.00 Uhr (Standort: Westerberg)
  • Donnerstag, 21.04.2016 von 15.00-16.00 Uhr (Standort: Innenstadt)

Was habe ich davon?

Auf jeden Fall einen ziemlich coolen Tag und dein Lebenslauf freut sich sicherlich ebenfalls über ein weiteres Ehrenamt. 😉

Das Projekt Hochschulfreun.de: Ein Rückblick

Kinder, wie die Zeit vergeht! Das Projekt Hochschulfreun.de ist nun sechs Monate „live“ – wie es im Fachjargon so schön heißt.

Eine gute Zeit, um einmal zurückzublicken

Vor einem halben Jahr ging die Studierendenplattform unter www.hochschulfreun.de online, vor knapp zwei Jahren aber schon entstand die Idee zur Seite. Ein gemeinsames Gremienwochenende sollte der Grundstein einer neuen Internetseite sein, der die Studierenden und die Gremienarbeit an der Hochschule mehr miteinander verbindet und untereinander vernetzt. In dieser Form ist diese Seite sogar einzigartig in Deutschland! Als wir uns damals freiwillig gemeldet haben, hätten wir allerdings nie geahnt, was da noch alles auf uns zukommen wird. Da das Projekt immer größer und umfangreicher wurde, wurde auch das Team größer und die benötigten Finanzmittel höher – doch kein Problem! Alles schnell gefunden und im Sommer 2015 wurde fleißig gebastelt, sodass alles pünktlich zum WiSe 2015/16 starten konnte.

Wir wollen dir mal ein paar Zahlen präsentieren

35 Beiträge im Blog haben dich im letzten halben Jahr über alles informiert, was in Osnabrück und Lingen so abgeht. Mehr als 45.000 Besucher mit über 125.000 Seitenaufrufen und dabei freut uns besonders: Das Niveau hält sich konstant! Durchschnittlich wird die Seite 250 mal täglich aufgerufen. 45% machen das übers Handy, was auch kein Problem ist: Die Seite ist für mobile Endgeräte optimiert. Und du kannst dir hier auch ein paar hilfreiche Sachen holen: 7.000 Downloads seit Start der Seite wie z.B. von den offiziellen Hochschul-Flunkyball-Regeln oder der Semesterticket-Rückerstattung. Auch haben wir über 300 Studis mit nem hübschen Bildchen im Backend angelegt, weil sie sich in den Gremien oder Projekten engagieren.

Welcher Artikel wurde am meisten gelesen?

Vielleicht die Kandidatenverkündung zu den Hochschulwahlen oder der Liveticker zur Kneipentour? Alle Artikel sind heiße Anwärter, but the winner is: Von Karohemden und Helene Fischer – ein Blogbeitrag über das Partyleben am Hochschulstandort Haste.

Aber auch diese Zahl wollen wir dir nicht vorenthalten: Derzeit stehen über 80 Themen zu Blogartikeln und Aktionen in der Pipeline, du darfst also durchaus gespannt sein, was noch alles kommen mag!

Sechs Monate – auch eine gute Zeit, um mal „Danke“ zu sagen

Denn ohne die ein andere Unterstützung, Idee und helfende Hand würde es diese Seite in der Form nicht geben. Die dickste Umarmung dabei fürs Team Hochschulfreun.de! Stets kreativ, motiviert und nicht nur der Gerät wird nie müde: Die ein oder andere Nachtschicht war notwendig, damit es zum Beispiel auch der Semesterkalender pünktlich in den Druckschluss schafft. Übrigens: Es sind nur noch wenige Restbestände vorhanden, die du dir beim AStA für lau abholen kannst!

Großes Danke an:

  • den AStA für die Geduld und das Vertrauen
  • die Hochschule für die Unterstützung – also alle, mit denen wir je über das Projekt gesprochen haben – ihr wisst Bescheid!
  • die Kommission für Studienqualitätsmittel
  • unseren Programmierer und Experten in allen Fragen
  • die Fachschaften für die Begeisterung
  • die Vereine und Projekte fürs Mitmachen
  • und an dich, dass du den Weg hierher gefunden hast und vielleicht öfter vorbeischaust!

Auf viele weitere nächste halbe Jahre und ein spannendes Sommersemester 2016!

Eure Hochschulfreunde

Deine neuen Gremienvertreter legen los

Du hast (hoffentlich!) gewählt und dir deine Crew für 2016 zusammengestellt. In den Freunde-Profilen findest du nun dein neues StuPa, die neuen Fachschaftsräte, deine Vertreter im Senat und die neuen Studis im Fakultätsrat inklusive Sprechzeiten. Gerne darfst du jederzeit in den Büros und Sitzungen vorbeischauen. Mehr als 100 ehrenamtliche Studis sind nun für deine Belange am Start.

Erste Sitzung des Studierendenparlaments

Am Donnerstag traf sich das neue StuPa zur ersten Sitzung. Nach einem kurzen Kennenlernen ging es auch schon ans Eingemachte: Das Semesterticket! Ein paar Strecken werden nochmal neu verhandelt, dann entscheidet jedoch dein Parlament, wie das neue Ticket ausschauen wird. Als Nächstes wurde der neue Haushaltsplan vorgestellt. Dem ein oder anderem Neuling wurde nun erst bewusst, wie viel Mitspracherecht ein Studi in der Hochschul-Landschaft hat. Das zeigte sich auch in der darauffolgenden Wahl eines neuen AStA-Vorsitzenden.

Die Erstsemester-Woche

Auch die neuen Fachschaftsräte waren schon sehr aktiv. In der O-Woche wurden die Erstis lässig empfangen und lernten erste Skills fürs Studium kennen (Bilder vom “How To Flunkyball!”). Die legendäre Stadtrallye wurde organisiert und eine Erstiparty geschmissen. Außerdem sind der Spieleabend 2.0 geplant sowie das berühmt berüchtigte Ersti-WE.

Semesterplaner

Auch der Semesterplaner darf nicht fehlen. In diesem Semester für alle Studis kreiert, gibt’s tatsächlich noch ein paar Exemplare in den Büros von AStA und Fachschaften (genaueres in diesem Artikel). Aber sei flott. Die Kartons sind bald auf.

Andere Hochschulprojekte

Nicht nur deine Gremien sind aktiv. Das Terrassenfest hat soeben das Lineup vorgestellt, Campus ohne Grenzen feierte erneut und der erste Osnabrücker Tauschmarkt wurde super angenommen. Wir freuen uns sehr auf ein aktives Sommersemester, in dem noch viel Spannendes geplant ist.

Der Semesterplaner ist da!

Jawoll, da ist das Ding! Wir haben die Rufe erhört (Danke an die netten Teilnehmer in unserer kleinen Umfrage) und die Auflage ordentlich erhöht. So sollten nun nicht nur unsere Neulinge das Vergnügen bekommen.

Worum geht’s überhaupt?

Im letzten Semester haben wir den Erstis als kleines Willkommens-Geschenk einen Kalender mit den wichtigsten Terminen, Lageplänen, dem Semesterticket-Netzplan und weiteren Infos gebastelt. In diesem Onlinereader kannst du dir die Sommer-Edition schonmal anschauen.

Wie komme ich daran?

Wenn du jetzt ganz flott bist, kannst du dir schon einen Semesterplaner im AStA Büro am Westerberg abgreifen. Ab Donnerstag findest du die Planer dann zu den gewohnten Öffnungszeiten in den Fachschaftsbüros IuI, AuL & WiSo und in den Campus Shops und AStA Büros am Westerberg, Caprivi-Campus und in Haste. In Lingen findest du die Planer ab Montag im Campus Shop.

Was kostet der Spaß?

Nix!

Erlebe einen appgefahrenen Blick auf deine Stadt

Hand auf’s Herz – wie gut kennst du deine Stadt? Hin und wieder muss man Kommilitonen einen Treffpunkt in der Stadt ausgehend vom grünen Jäger erklären. Nun gut, damit kennt man schon ein Stückchen Osnabrücker Stadtgeschichte, aber ein bisschen was geht da noch…

Osnabrück interaktiv

Der gemeinnützige Verein FOKUS e.V. bereichert seit nunmehr 25 Jahren das Osnabrücker Kulturgeschehen mit Projekten, Veranstaltungen und Jugendarbeit. So ist auch die Idee für eine App entstanden, die dir alle historischen, kreativen und kulinarischen Facetten deiner Lieblingsstadt aufzeigt. Jugendliche arbeiten seit mehr als zwei Jahren an digitalen Inhalten wie Fotos, Videos oder Audio-Interviews, die du einfach nach Lust und Laune beim Spaziergang durchschauen kannst. So glänzt du beim nächsten Elternbesuch. Anhand einer interaktiven Karte wirst du zu Orten geführt, die ansonsten nur Lokalhelden kennen.

Wann geht’s los?

Wie du dir vorstellen kannst, ist die Entwicklung einer solchen App sehr aufwändig. Google bietet eine Plattform, um spannende gemeinnützige Projekte zu fördern und wurde auf die Idee aufmerksam. Du kannst nun für die Umsetzung abstimmen. Keine Sorge, anmelden oder registrieren musst du dich nicht, nur einmal kurz hier klicken und voten.

Bock mitzuwirken?

Vielleicht hast du sogar Lust mitzubasteln? FOKUS bietet vom 08.-10.04. einen kostenlosen Workshop an, bei dem Audio- und Videobeiträge produziert und die erste Route definiert wird. Jeder zwischen 14 und 27 Jahren ist eingeladen und erlebt ein spannendes Wochenende. Unterkunft, Anreise und Verpflegung sind sogar inklusive. Hier kannst du dich anmelden.

Ein geiles Projekt!

Wir freuen uns sehr auf die App, auch wenn man als Treffpunkt natürlich direkt den grünen Jäger wählen kann. 😉

Willst du (nochmal) einen Semesterplaner?

Dieses Jahr wurden die Erstis mit einem kleinen Kalender begrüßt. Neben dem obligatorischen “Hallo.” waren darin spannende Termine, Adressen wichtiger Anlaufstellen, eine Notenübersicht, ein Stundenplan, ein Mini-Freundebuch, Lagepläne und der Semesterticket-Netzplan zu finden.

Hast du das Ding benutzt?

Das neue Semester klopft schon wieder an der Tür und wir fragen uns, ob du im nächsten Semester wieder so einen Kalender haben möchtest? Wir haben mal eine kleine Umfrage gebastelt. Vielleicht hast du ja ein Minütchen Zeit? 😉

 

Die Umfrage ist leider abgelaufen.

Campus ohne Grenzen feiert Weihnachten

Na? Schon abgewaschen, das Bad geputzt und Pfand weggebracht? Wir haben noch eine bessere Idee, wie du dich von den Klausuren ablenken kannst: einfach mal die Welt retten!

Bau dir einen Campus ohne Grenzen

Bestimmt hast du schon von dem studentischen Projekt Campus ohne Grenzen gehört. Studis heißen Geflüchtete an der Hochschule willkommen und setzen sich für einen Austausch der Kulturen ein. Wie, das ist dir neu? Dann schnell noch in die letzte Folge Campus TV reinschauen, in der Hannah und Anna ihr Projekt vorstellen.

Spiel, Spaß, Regen?

Um Werbung für ihr Projekt zu machen, zog CoG alle Register. Kulinarisch und musikalisch. In den Tagen vor Weihnachten konnte man sich zum Beispiel an einem Stand vor der Mensa mit arabischen Süßigkeiten und Chai Leib und Seele wärmen. Der Lokal-Matador Fabian von Wegen trotze dabei dem altbekannten Osnabrücker Wetter und unterhielt die Hartgesottenen als postmoderner Troubadour.

Das erste Kennenlernen

Richtig kuschelig wurde es dann beim weihnachtlichen Meet&Greet. Christliche Weihnachten mit Plätzchen, Weihnachtsmützen und Kinderpunsch, Weihnachtslieder übersetzt ins Arabische. “Das funktioniert”, fragst du dich? Na klar, schau selbst.

Konnten wir dich überzeugen?

Dann melde dich noch flott bis zum 10.01. für die letzten Plätze als AustauschpartnerIn an. Es reicht ja auch noch, wenn du morgen mit dem Lernen beginnst! 😉

Prokrastinieren für Fortgeschrittene – Teil 1: die Campus-Talk-App Jodel

Einen Nachteil haben die modernen Gebäude der Hochschule schon – flotte Sprüche auf Klotüren und Klapptischen bleiben aus. Doch eine kleine App aus Berlin schafft nun Abhilfe: Jodel.

Trendsetter Münster?

In Münster spricht man schon seit Anfang des Jahres davon, Osna zieht nun nach. Anonym kann man in der kostenlosen Android- bzw. iOS-App Sprüche und Bilder posten, die dann von der Community Up- oder Down-gevotet werden (9gag lässt grüßen). Bei einem Voting von -5 fliegt die Nachricht wieder raus. Die Nachrichten sind auf die nähere Umgebung begrenzt. Ein “zurückjodeln”, also das Antworten auf einen Post, ist auch möglich. So werden beispielsweise Fragen, wie man in OS günstig ein Fahrrad bekommt, oder was am Abend noch so geht, fix beantwortet. Kernthema sind jedoch eben jene Sprüche, die man noch auf den Toilettentüren in der Bib Alte Münze findet: Kuriositäten, Flachwitze und unnützes Wissen. Und genau deshalb prokrastinieren wir ja! 😉

Konstantin, 18, Abiturient

Zurzeit sind die Erstis fällig. Nehmen sie uns doch alle Plätze in der Mensa weg, überfluten Stadt und Club und am Wetter sind sie natürlich auch noch Schuld. Wer sich über die ganzen Ersti-Hiebe beschwert, wird schnell mal als Spaßbremse abgetan. Doch keine Sorge: die Osnabrücker Jodler sind lieb und nett, der Hashtag #ironie ist nur sowas von 2013!

Fazit

Man muss es schon mögen. Dem einen ist es zu derb, der andere suchtet komplett. Die Ortsbezogenheit bringt den Spaß einstiger Facebook-Gruppen wie “Was ein Osnabrücker nicht sagt…”. Durch die Anonymität bleibt die Selbstdarstellung typischer Social Networks aus und die Community straft unangebrachte Kommentare durch das Voting-System ab. Allerdings wirkt die Osnabrücker Jodel-Community zurzeit noch recht übersichtlich und sehr studentisch. Weitet sich das Ganze auf den breiten Markt aus, wie es die Macher planen, herrscht vermutlich ein ganz anderer Ton. Rufmord und Mobbing sind mit ein paar Votes nämlich nicht so leicht in den Griff zu bekommen. #spaßbremse Und einen Anbieter aus den Staaten gibt es ja auch noch.

Suffizient auf Achse – eine Pilotstudie zur nachhaltigen Mobilität

Nachhaltigkeit ist ein sehr gespaltener Begriff. Die einen sehen es als Lebensaufgabe, die anderen als absolutes Unwort. Macht es Sinn in der Mensa seinen Kaffebecher mehrfach zu benutzen, wenn nebenan im SL-Gebäude permanent das Licht brennt? Solltest du mit dem Rad zur Hochschule fahren, während dein Nachbar nur zum Zigarettenholen den SUV anwirft?

Den Anfang machen

Es wirkt ein wenig absurd. Aber irgendjemand muss ja auch mal anfangen. Und daher freuen wir uns über immer mehr Projekte in diese Richtung. Der jüngste Kandidat ist beispielsweise das Projekt mit dem handlichen Namen “Umweltkommunikations-Konzept für suffizientes Mobilitätsverhalten: Nutzen statt Besitzen”. Klingt nicht ganz sexy, ist aber ein geiles Projekt! 😉

Das Team um Prof. Dr. Griese, Prof. Dr. Kumbruck, Christin Michaelis und Alexander Piwowar nimmt sich seit April 2015 der Thematik an und stellen unser Mobilitätsverhalten auf den Prüfstand, um die CO2-Reduktion zu fördern. Studis haben hierbei die einmalige Chance, bei einer Pilotstudie mitzumachen. Es soll erforscht werden, welche Verkehrsmittel du wann und wozu nutzt oder warum halt nicht. Hier soll vor allem die Frage geklärt werden: Welche Barrieren gibt es für nachhaltige Mobilität? Das Team erprobt in der Studie eine interaktive App und erstellt ein Kommunikationskonzept zur CO2-reduzierenden Verhaltensänderung. Nun darf sich auch die Frage gestellt werden: Suffizientes Mobilitätsverhalten? Hä?! “Suffizient” bedeutet “genügsam” und soll im Prinzip herausstellen, inwiefern ein genügsamer und umweltverträglicher Umgang mit Mobilität als attraktiv wahrgenommen wird. Es wird dem Ganzen also die Strategie zugrunde gelegt, dass ein bestimmter Bedarf an Konsum (zum Beispiel die Autofahrt nach Münster) gesenkt werden kann und das ohne, dass man einen Verlust empfindet. Aber mal ehrlich, wer will denn auch schon nach Münster?! 😉

Und wie funktioniert das Projekt?

Die Studie wird in Kooperation mit den Stadtwerken Osnabrück durchgeführt. Forschungsgegenstand ist dein Mobilitätsverhalten. Bedeutet, der Weg mit dem Rad zur Hochschule, zu Fuß in die Stadt, mit dem Bus zur Freundin und mit dem Auto zu den Eltern. Teilnehmer der Studie dokumentieren ihre positiven und negativen Erfahrungen und verhalten sich sonst ganz normal auf dem Weg von A nach B. Eine neue App inklusive der dazugehörigen “Mobilkarte für Studis” hilft dabei, die besten Verbindungen zu finden und verschiedene Verkehrsmittel zu kombinieren. Mit dieser Mobilkarte von den Stadtwerken hat man z. B. folgende Vorteile:

  • Umweltabo XXL: Das heißt, du kannst auch eine Person unter der Woche ab 19:00 Uhr mitnehmen – und nicht nur am Wochenende
  • Du hast ein monatliches Guthaben von 20 Euro für das CarSharing in Osnabrück
  • Du kannst deinen Drahtesel kostenlos im Bus mitnehmen und die Radstation am Bahnhof nutzen
  • 10 % Gutschein bei drei Fahrradhändlern

Diese “Mobilkarte für Studis” ist nur ein Prototyp und kostet regulär natürlich ein paar Taler. Neben der Nutzung dieser Karte belegst du als Proband während der Blockwoche ab dem 2. November einen Workshop – und das wird dir auch als regulräre Blockwoche in Form von Credits angerechnet! Danach beginnt die eigentliche Praxisphase – der Feldversuch, in dem du dein Verhalten zwei Wochen lang dokumentierst.

Sei dabei!

Wir können absolut verstehen, wenn du nun Lust bekommen hast, bei diesem geilen Projekt mitzuwirken. Und das ist auch kein Problem! Anmelden für die Studie kannst du dich hier. Beachte dabei, dass eine verbindliche Teilnahme nur dann wirksam ist, wenn du dich zur entsprechenden Blockwoche angemeldet hast. Wenn du weitere Fragen hast, kontaktiere einfach Alexander Piwowar von der Fakultät WiSo (Telefon 0541 969-3915).

Die Unterstützer

Projektförderer ist die Deutsche Bundesstiftung Umwelt. Ansässig nahe der Pagenstecherstraße in Osnabrück ist es der Stiftung wichtig, die Entwicklung und Nutzung neuer umweltentlastender Technologien und Produkte voranzutreiben. Sie wollen das Umweltbewusstsein der Menschen mit dem Ziel von positiven Verhaltensänderungen fördern und unterstützen daher dieses beispielhafte Projekt.

Vorbild sein

Durch dieses Projekt soll unser Mobilitätsverhalten besser verstanden und durch innovative Angebote und eine angebrachte Kommunikation positiv beeinflusst werden. Es läuft als Modellprojekt an der Hochschule Osnabrück und es ist sogar geplant, die Ergebnisse auf andere Hochschulen zu übertragen. Hierbei sind auch die Ziele des Osnabrücker Masterplans “Klimaschutz 2050” zu betrachten. Dieser sieht vor, bis 2050 die CO2-Emissionen um 95 % zu senken und 50 % des Energieverbrauchs einzusparen.

Eine runde Sache und wir sind gespannt auf Ergebnisse!