Campus ohne Grenzen feiert Weihnachten

Na? Schon abgewaschen, das Bad geputzt und Pfand weggebracht? Wir haben noch eine bessere Idee, wie du dich von den Klausuren ablenken kannst: einfach mal die Welt retten!

Bau dir einen Campus ohne Grenzen

Bestimmt hast du schon von dem studentischen Projekt Campus ohne Grenzen gehört. Studis heißen Geflüchtete an der Hochschule willkommen und setzen sich für einen Austausch der Kulturen ein. Wie, das ist dir neu? Dann schnell noch in die letzte Folge Campus TV reinschauen, in der Hannah und Anna ihr Projekt vorstellen.

Spiel, Spaß, Regen?

Um Werbung für ihr Projekt zu machen, zog CoG alle Register. Kulinarisch und musikalisch. In den Tagen vor Weihnachten konnte man sich zum Beispiel an einem Stand vor der Mensa mit arabischen Süßigkeiten und Chai Leib und Seele wärmen. Der Lokal-Matador Fabian von Wegen trotze dabei dem altbekannten Osnabrücker Wetter und unterhielt die Hartgesottenen als postmoderner Troubadour.

Das erste Kennenlernen

Richtig kuschelig wurde es dann beim weihnachtlichen Meet&Greet. Christliche Weihnachten mit Plätzchen, Weihnachtsmützen und Kinderpunsch, Weihnachtslieder übersetzt ins Arabische. “Das funktioniert”, fragst du dich? Na klar, schau selbst.

Konnten wir dich überzeugen?

Dann melde dich noch flott bis zum 10.01. für die letzten Plätze als AustauschpartnerIn an. Es reicht ja auch noch, wenn du morgen mit dem Lernen beginnst! 😉

Hol dir Unterstützung mit dem Service für Erststudierende

Deine Eltern haben nicht studiert, aber du hast dich für das Abenteuer eines Hochschulstudiums entschieden? Dann solltest du jetzt hellhörig werden, denn es gibt Unterstützung für dich! Das Projekt „Auf ins Studium! – Service für Studienpioniere“ ist direkt auf dich zugeschnitten, es kann dich während deines Studiums fördern und es ist aus vielen Gründen eine Vorstellung in unserer Kategorie „Geile Projekte“ wert.

Worum geht es in dem Projekt denn genau?

Das Projekt ist darauf ausgelegt, Erststudierende auf ihrem Weg zu einem erfolgreichen Studium zu unterstützen und damit mehr Chancengleichheit zu schaffen. Durch das Projekt „Auf ins Studium!“ sollen die Potenziale der Hochschulzugangsberechtigten aus Familien ohne akademische Tradition in den Fokus genommen und dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden.

Wie ist das Projekt eigentlich entstanden?

Begonnen hat das Hochschulprojekt im Herbst 2013, wo das von der Hochschule entwickelte Konzept im Wettbewerb zum Thema „Studienpioniere“ vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und der Stiftung Mercator überzeugen konnte. Die Hochschule bekam Preisgelder, mit denen zum einen 18 Stipendien vergeben werden konnten und zum anderen eine Strukturförderung möglich gemacht wurde.

Und was ist diese Strukturförderung?

Also, bei der Strukturförderung geht es darum, Angebote zu erstellen und zu fördern, wie zum Beispiel:

– Mentoring
– Aktionstage
– Fachvorträge
– Aufbau eines Alumni-Netzwerkes
– Treffen mit anderen Studienpionieren
– Kontakt zu Unternehmen

Du fragst dich jetzt sicher, wie du als Studienpionier von diesem tollen Projekt profitieren kannst, obwohl du nicht zu den einmalig ausgewählten Stipendiaten gehörst, oder?

Gute Frage!

Hier kommt die Antwort: Das Projekt zur Förderung der Studienpioniere soll sich nachhaltig entwickeln und die einmalig geflossene Unterstützung vom Stifterverband war dafür letztendlich der Startschuss. Die bereits geschaffenen Strukturen sollen nun weiterentwickelt werden. Als Erststudierende/r aus deiner Familie bekommst du deshalb die Möglichkeit, dich bei uns zu informieren, bei dem Projekt mitzumachen und dadurch von der ideellen Förderung für Studienpioniere zu profitieren.

Melde dich dazu gerne bei Dr. Kerstin Weißenstein (Tel. 0541 969 3878). Über Vorträge und Aktionen halten wir dich hier im Blog auf dem Laufenden.

Seminare und Veranstaltungen aus einer Hand – das Programm Studiumplus

Gib’s zu – Namen wie Career Center, Gründungsservice oder wiconnect hast du zwar schonmal gehört, weißt aber nicht genau, was dahinter steckt. Das ist auch nicht schlimm, da du nun alle Einrichtungen an der Hochschule unter einem Namen findest: StudiumPlus.

Was gibt’s denn da?

Die Einrichtungen bieten einige Zusatzangebote in den Bereichen Karriere, Lernen, Existenzgründung, Hochschulsport, Gleichstellung, Alumni und Soziales an. Dies geschieht überwiegend in Form von Seminaren und Workshops, die dir in den meisten Fällen kostenlos ermöglicht werden. Ob Photoshop-Kurs, Business-Etiquette oder Speed Reading, da ist auf jeden Fall auch etwas für dich dabei. Normalerweise müsstest du für solche Kurse einige Taler auf den Tisch legen. Zu jedem absolvierten Kurs gibt es eine Teilnahme-Bescheinigung, die vermutlich sogar deinen Lebenslauf aufwertet.

Und wer ist dabei?

  • Career Center (Berufsorientierung, Profilbildung und Bewerbung)
  • LearningCenter (Wissenschaftliches Arbeiten, Lernstrategien, Gesund studieren)
  • wiconnect e.V. (IT-Kurse, Firmenexkursionen, Alumni)
  • Gleichstellungsbüro & Familienservice (Studieren mit Kind, Studieren mit einer Behinderung, Diskriminierung)
  • Gründungsservice (Existenzgründung und Business-Pläne)
  • INAP/O und INMOVE (Fitnessstudio und Physiotherapie)
  • Qualifizierungsprogramm MKT (Spezielle Angebote für den Campus Lingen)
  • Psychosoziale Beratung (Lern- und Arbeitsprobleme, Redeangst)
  • Zentrum für Hochschulsport (Sportprogramm und Prävention)
  • Zentrale Studienberatung (Studienwahl, Orientierung und Wechsel)

Welche Seminare sind besonders empfehlenswert?

  1. Academic Writing am 07. und 28. November 2015

  2. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in Unternehmen und NGOs am 13. und 14. November 2015

  3. Das Interview am 20. November 2015

  4. Schreiben für soziale Medien am 21. November 2015

  5. Kampf dem Lampenfieber am 20. und 21. November 2015

  6. Das Wesentliche im Umgang mit wissenschaftlicher Literatur am 04. und 05. Dezember 2015

Wie melde ich mich an?

Direkt auf der Startseite von StudiumPlus gibt es nun ein Portal mit allen Kursen und Seminaren der Einrichtungen. Du loggst dich dort einfach mit deinen OSCA-Daten ein und wählst das Seminar aus. Das war’s auch schon. Vergiss bitte nicht dich abzumelden, wenn du keine Zeit hast. Die Plätze sind begrenzt und können dann weitervergeben werden.

Suffizient auf Achse – eine Pilotstudie zur nachhaltigen Mobilität

Nachhaltigkeit ist ein sehr gespaltener Begriff. Die einen sehen es als Lebensaufgabe, die anderen als absolutes Unwort. Macht es Sinn in der Mensa seinen Kaffebecher mehrfach zu benutzen, wenn nebenan im SL-Gebäude permanent das Licht brennt? Solltest du mit dem Rad zur Hochschule fahren, während dein Nachbar nur zum Zigarettenholen den SUV anwirft?

Den Anfang machen

Es wirkt ein wenig absurd. Aber irgendjemand muss ja auch mal anfangen. Und daher freuen wir uns über immer mehr Projekte in diese Richtung. Der jüngste Kandidat ist beispielsweise das Projekt mit dem handlichen Namen “Umweltkommunikations-Konzept für suffizientes Mobilitätsverhalten: Nutzen statt Besitzen”. Klingt nicht ganz sexy, ist aber ein geiles Projekt! 😉

Das Team um Prof. Dr. Griese, Prof. Dr. Kumbruck, Christin Michaelis und Alexander Piwowar nimmt sich seit April 2015 der Thematik an und stellen unser Mobilitätsverhalten auf den Prüfstand, um die CO2-Reduktion zu fördern. Studis haben hierbei die einmalige Chance, bei einer Pilotstudie mitzumachen. Es soll erforscht werden, welche Verkehrsmittel du wann und wozu nutzt oder warum halt nicht. Hier soll vor allem die Frage geklärt werden: Welche Barrieren gibt es für nachhaltige Mobilität? Das Team erprobt in der Studie eine interaktive App und erstellt ein Kommunikationskonzept zur CO2-reduzierenden Verhaltensänderung. Nun darf sich auch die Frage gestellt werden: Suffizientes Mobilitätsverhalten? Hä?! “Suffizient” bedeutet “genügsam” und soll im Prinzip herausstellen, inwiefern ein genügsamer und umweltverträglicher Umgang mit Mobilität als attraktiv wahrgenommen wird. Es wird dem Ganzen also die Strategie zugrunde gelegt, dass ein bestimmter Bedarf an Konsum (zum Beispiel die Autofahrt nach Münster) gesenkt werden kann und das ohne, dass man einen Verlust empfindet. Aber mal ehrlich, wer will denn auch schon nach Münster?! 😉

Und wie funktioniert das Projekt?

Die Studie wird in Kooperation mit den Stadtwerken Osnabrück durchgeführt. Forschungsgegenstand ist dein Mobilitätsverhalten. Bedeutet, der Weg mit dem Rad zur Hochschule, zu Fuß in die Stadt, mit dem Bus zur Freundin und mit dem Auto zu den Eltern. Teilnehmer der Studie dokumentieren ihre positiven und negativen Erfahrungen und verhalten sich sonst ganz normal auf dem Weg von A nach B. Eine neue App inklusive der dazugehörigen “Mobilkarte für Studis” hilft dabei, die besten Verbindungen zu finden und verschiedene Verkehrsmittel zu kombinieren. Mit dieser Mobilkarte von den Stadtwerken hat man z. B. folgende Vorteile:

  • Umweltabo XXL: Das heißt, du kannst auch eine Person unter der Woche ab 19:00 Uhr mitnehmen – und nicht nur am Wochenende
  • Du hast ein monatliches Guthaben von 20 Euro für das CarSharing in Osnabrück
  • Du kannst deinen Drahtesel kostenlos im Bus mitnehmen und die Radstation am Bahnhof nutzen
  • 10 % Gutschein bei drei Fahrradhändlern

Diese “Mobilkarte für Studis” ist nur ein Prototyp und kostet regulär natürlich ein paar Taler. Neben der Nutzung dieser Karte belegst du als Proband während der Blockwoche ab dem 2. November einen Workshop – und das wird dir auch als regulräre Blockwoche in Form von Credits angerechnet! Danach beginnt die eigentliche Praxisphase – der Feldversuch, in dem du dein Verhalten zwei Wochen lang dokumentierst.

Sei dabei!

Wir können absolut verstehen, wenn du nun Lust bekommen hast, bei diesem geilen Projekt mitzuwirken. Und das ist auch kein Problem! Anmelden für die Studie kannst du dich hier. Beachte dabei, dass eine verbindliche Teilnahme nur dann wirksam ist, wenn du dich zur entsprechenden Blockwoche angemeldet hast. Wenn du weitere Fragen hast, kontaktiere einfach Alexander Piwowar von der Fakultät WiSo (Telefon 0541 969-3915).

Die Unterstützer

Projektförderer ist die Deutsche Bundesstiftung Umwelt. Ansässig nahe der Pagenstecherstraße in Osnabrück ist es der Stiftung wichtig, die Entwicklung und Nutzung neuer umweltentlastender Technologien und Produkte voranzutreiben. Sie wollen das Umweltbewusstsein der Menschen mit dem Ziel von positiven Verhaltensänderungen fördern und unterstützen daher dieses beispielhafte Projekt.

Vorbild sein

Durch dieses Projekt soll unser Mobilitätsverhalten besser verstanden und durch innovative Angebote und eine angebrachte Kommunikation positiv beeinflusst werden. Es läuft als Modellprojekt an der Hochschule Osnabrück und es ist sogar geplant, die Ergebnisse auf andere Hochschulen zu übertragen. Hierbei sind auch die Ziele des Osnabrücker Masterplans “Klimaschutz 2050” zu betrachten. Dieser sieht vor, bis 2050 die CO2-Emissionen um 95 % zu senken und 50 % des Energieverbrauchs einzusparen.

Eine runde Sache und wir sind gespannt auf Ergebnisse!

Live-Bericht zur Lehr-Lernkonferenz an der Hochschule

Die Lehr-Lernkonferenz an unserer Hochschule ist ein kleines Experiment und wir sind live dabei. Viele Einladungen wurden im Vorfeld verschickt, viele waren skeptisch: “Was soll das denn sein?” und dennoch: Viele sind heute morgen hier in die Aula am Westerberg gekommen und wollen die Möglichkeit nutzen, Rückmeldung zu Lehrmethoden zu geben, sich zu den Studienbedigungen zu äußern und Wünsche an Hochschulprojekte abzugeben.

“Gutes besser machen”

Dekan Prof. Dr. Schmehmann richtet zuerst das Wort an die Besucher und stellt uns Studis in den Mittelpunkt. Er möchte mit dieser Konferenz zeigen, was die Hochschule alles zu bieten hat, um uns zu unterstützten, das angestrebte Lernziel zu erreichen. Unsere Hochschule ist dabei in Niedersachsen die Nr. 1 und bundesweit gut aufgestellt. “Gute Lehre gibt es nicht von der Stange” sagt er und daher ist die Konferenz ein gutes Format, Gutes besser zu machen.

Vielfalt zeigen

Über 160 Anmeldungen und es sind heute noch ein paar mehr gekommen. Die Aula ist fast voll und aufmerksam wird dem Leiter des LearningCenters Frank Mayer gelauscht. Für ihn soll die Lehr-Lernkonferenz Lehrende und Studis zusammenbringen. Für dieses neue Projekt wurden Gelder geschaffen, damit die Vielfalt der Hochschule präsentiert und integriert werden kann. In vergangenen Projekten des LearningCenters konnten bereits Studienabbrüche verhindert und Netzwerke geknüpft werden – eine super Sache finden wir!

Überfachliche Kompetenz?!

Lena Kötter stellt Umfrageergebnisse des LearningCenters und des Career Centers vor bei der fast 2000 Studierende und 150 Lehrende befragt wurden. Zudem wurden einige bedeutende Arbeitgeber einbezogen. Eine Frage, an der heute gearbeitet werden soll, hat sich aus einer Differenz zwischen Lehrenden und Studis ergeben: Lehrende denken, dass die überfachliche Kompetenz im Studium ein großes Thema sei, wir Studis sehen da eher die persönliche Weiterentwicklung. Wie relevant sind also überfachliche Kompetenzen eigentlich? Für ein dezentes Lachen sorgte der Unterschied zwischen Arbeitgebern und Studierenden mit Lehrenden. So sehen Studierende und Lehrende kritisches Denken als eine wichtige Kompetenz, bei den Arbeitgebern spielte dies gar keine Rolle. Da wundert einen wohl nicht mehr, dass bei VW Abgase manipuliert werden. 😉

Weiter geht die Lehr-Lernkonferenz mit einigen Workshops und einem Gallery Walk, wobei Lehrende und Studierende über Ihre Projekte referieren. Wir hatten auch einen Beitrag im Gallery Walk und bedanken uns für die vielen Gedanken und tollen Gespräche.