Statement zu den Vorfällen am Institut für Musik


Im Sommersemester 2020 wurde der Verdacht öffentlich, dass auf Toiletten des Instituts für Musik heimliche Filmaufnahmen erstellt wurden. Seit Beginn dieses Jahres gibt es zunehmend Klarheit in Bezug auf die Vorfälle von sexueller Gewalt am Institut für Musik. Nach Informationen der Polizei wurden sowohl Personen als auch Räume der Hochschule auf den sichergestellten Filmmaterialien identifiziert.

Wir stehen zu diesem Fall mit den zuständigen Personen der Hochschule in Kontakt.
Wir begrüßen, dass die betroffenen Studierenden die Möglichkeit zur professionellen Beratung und zum Gespräch bekommen. Außerdem erwarten wir, dass der Vorfall nun vollständig aufgeklärt wird.

Als AStA der Hochschule Osnabrück und damit als studentische Interessenvertretung verurteilen wir diesen Vorfall von sexueller Gewalt. Als Teil der hochschulfreunde setzen wir uns für eine Kultur des Respekts und des gemeinsamen Miteinanders an unserer Hochschule ein. Jedwedes gewaltsame und grenzüberschreitende Verhalten
läuft diesem Grundsatz unseres Engagements zuwider.

Wir wissen, dass sexuelle Diskriminierung und sexuelle Gewalt vor den Türen der Hochschule keinen Halt machen. Umso mehr sehen wir uns daher in der Pflicht, jeglichen Tendenzen entschieden entgegenzutreten. Nur so können wir dafür sorgen, dass solche Vorfälle sich in Zukunft nicht wiederholen. Daher werden wir unseren Gremienmitgliedern Workshops zum Umgang mit sexualisierter Gewalt anbieten. So wollen wir noch stärker für dieses Thema sensibilisieren.

Als AStA sind wir unter anderem die erste Anlaufstelle für Studierende in Krisensituationen. Dieser Rolle sind wir uns bewusst. Wir möchten daher auf die verschiedenen Beratungsangebote zum Thema sexualisierte Gewalt der Hochschule
Osnabrück aufmerksam machen. Außerdem wollen wir an dieser Stelle auch auf die Richtlinie der Hochschule Osnabrück zum Umgang mit sexueller Diskriminierung, Belästigung und Gewalt hinweisen.

Richtlinie zum Umgang mit sexualisierter Diskriminierung Belästigung und Gewalt (PDF-Datei)

Gleichstellungsbüro der Hochschule Osnabrück

Hotline zum Thema Sexualisierte Belästigung und Gewalt
Telefon: 0173 9619298
E-Mail: hilfe-bei-belaestigung@hs-osnabrueck.de