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Wir bekommen doch weiterhin digitale Texte

Es ist ein erster Erfolg! Der ursprüngliche Vertrag der Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) tritt nicht ab dem 01.01.2017 in Kraft. Die VG Wort, die Kultusministerkonferenz und die Hochschulrektorenkonferenz haben sich darauf geeinigt, dass urheberrechtlich geschützte Texte bis zum 30. September 2017 weiterhin digital zur Verfügung gestellt werden dürfen.
Hier ein paar Hintergrundinformationen: Die Hochschulen bzw. die Länder haben seit langer Zeit ein pauschales Zahlungsmodell für urheberrechtlich geschützte Texte. Für die ganzen Texte, die wir also von unseren Dozenten bekommen, bezahlen die Hochschulen eine Pauschale.
Das sollte mit einer neuen Einigung geändert werden, sodass die Texte einzeln erfasst und bezahlt werden müssten. Abgesehen von dem unglaublichen administrativen Aufwand, wäre dies finanziell auch nicht tragbar. Denkt mal daran, wieviele Texte wir von OSCA runterladen können!

Was heißt das genau?

Für uns Studis heißt das, dass wir weiterhin Skripte, Artikel und Handapparate auf OSCA bekommen! Und wir müssen nicht in den Bibliotheken um die wenigen Bücher kämpfen! Wohoo!

ABER: Die Einigung ist wie gesagt nur verschoben. Es könnte also immer noch passieren, dass ab dem nächsten Wintersemester diese Einigung doch in Kraft tritt. Für den moment gilt: Informier und engagier Dich! Wir von Hochschulfreun.de bzw. vom AStA werden Dich natürlich auf dem Laufenden halten. Aber nur zusammen mit Dir und den anderen Studis können wir was bewegen.

Vielleicht hast Du von der Petition auf change.org gelesen, die mehr als 88.000 Unterstützer fand und somit wesentlich zu diesem Erfolg beigetragen hat!

Falls also die VG Wort zum nächsten Wintersemester wieder Thema werden sollte (und das wird sie) und es gibt immer noch keine bessere Einigung, dann brauchen wir Deine Hilfe, um dagegen vorzugehen. Wir brauchen umsetzbare Bezahlmodelle und Deine Stimme kann helfen, dass wir diese auch bekommen!

Wer jetzt immer noch nicht weiß, worum es eigentlich geht, der kann sich nochmal unseren ersten Artikel zur VG-Wort oder das FAQ der Bibliothek durchlesen.

Dozenten dürfen bald kaum noch Texte auf OSCA hochladen

„WAS?! Das ist bestimmt nur ein Clickbait.“ Das oder Ähnliches dachten sich wahrscheinlich die meisten, als sie die Überschrift gelesen haben.
Aber leider nein, ab dem 01.01.2017 dürfen Professoren nichts mehr auf OSCA hochladen. Zumindest keine Skripte, Artikel oder Buchauszüge. Aber warum, fragen sich vielleicht viele? Das war doch bis jetzt auch kein Problem.

Wir wollen es euch erklären:

Die Kultusministerkonferenz (KMK) hat eine Einigung mit der Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort, einer Art GEMA für Texte) getroffen, die besagt, dass die Nutzung von urheberrechtlich geschützten Texten für jeden Text einzeln gemeldet und bezahlt werden muss. Bis jetzt hat die Hochschule Osnabrück für die Bereitstellung der Texte immer eine Pauschale bezahlt, das wird ab dem neuen Jahr nicht mehr möglich sein. Das bedeutet einerseits einen höheren finanziellen, andererseits auch administrativen Aufwand. Und der ist nicht tragbar. Das liegt auch daran, dass Verlage den Preis für die Nutzung von Texten bestimmen können und die Hochschule gezwungen ist, diesen Preis anzunehmen und zu bezahlen.

Was heißt das nun für uns?

Nun ja, OSCA wird bald sehr, sehr leer sein, da die Dozenten nicht mal ihre eigenen Texte hochladen dürfen, sofern sie diese an Verlage gegeben haben.
UND! Viel wichtiger, ihr müsst euch alles selber suchen. Ihr müsst in die Bibliothek, das Buch scannen, ausleihen oder auch kopieren. Und wie problematisch das sein kann, wissen die meisten von euch: Das Buch ist ausgeliehen, weil es das nur ein paar Mal gibt. Man muss zwangsweise in die Bibliothek, da es auch nicht online verfügbar ist und im Endeffekt ist man nur genervt. Zur Not muss man sich die Dokumente/Bücher selber kaufen. 
Das Studium wird also nicht nur für uns schwieriger, sondern auch die Lehre für die Dozenten. Schlussendlich geht der Bildungsauftrag dadurch verloren.

Und was machen wir nun?

Ladet euch schnell erst mal alles von OSCA runter! 
Der Hochschule selbst sind leider die Hände gebunden, da dies auf Landesebene entschieden wurde und sie die Regelung akzeptieren muss. Aber ihr könnt das Gespräch mit den Lehrenden suchen, dass sie bitte alle fehlenden Materialien noch vor Dezember 2016 hochladen, bevor es möglicherweise zu spät ist. 
Der AStA sucht bereits den Kontakt zu den AStAen anderer Hochschulen und Universitäten, um eine landes-, eher bundesweite Reaktion loszutreten. 
Dafür brauchen wir jedoch eure Hilfe! Informiert euch beim AStA oder den Fachschaften an eurem Standort und wir sagen euch, was man machen kann. Bei Fragen stehen wir euch natürlich auch immer zur Verfügung.