Die jüngst bekannt gewordene Preissteigerung des Deutschlandsemestertickets erfüllt das Osnabrücker Studierendenparlament mit Sorge. Am 18. September 2025 hat sich die Verkehrsministerkonferenz auf eine Erhöhung des Deutschlandtickets geeinigt. Wir verurteilen die wachsende Teuerungsspirale aufs Schärfste. Entscheidungen über Preiserhöhungen treffen den klammen Geldbeutel der Studierenden direkt – jeder Euro zählt!

Zahlreiche Fälle haben uns erreicht, die eines bestätigen: Für Studierende in Osnabrück ist die finanzielle Belastung überstrapaziert. Als Studierender in Osnabrück wird man konfrontiert mit einer angespannten Wohnungslage und weiter steigenden Semesterbeiträgen (trotz eingespeister Hochschulrücklagen). Begrenzte Plätze in Studierendenwohnheimen treffen auf teure private Wohnangebote und steigende Mieten. Nicht selten ist die Studierendenschaft dazu genötigt durch mehrere Nebenjobs ihr Studium zu finanzieren, weil sie vom Bafög ausgeschlossen sind oder dieses nicht ausreicht. Eine Entwicklung in Osnabrück, die den Landes- und bundesweiten Trend widerspiegelt. So sind 37,9% der Studierenden in Deutschland armutsgefährdet. Finanzsorgen der Studierendenschaft dürfen das Studium nicht überschatten!

Das Deutschlandsemesterticket ist innerhalb eines Jahres an der Hochschule Osnabrück um 24,60€ angestiegen – mehr als 8 Mahlzeiten in der Mensa. Und auch für das SoSe 2026 ist wieder ein Anstieg nach oben beschlossen worden, wieder 2 Mahlzeiten weniger in der Mensa. Die preisliche Verstetigung des Semestertickets wird sich ohne Eingreifen fortsetzen.

Deshalb fordern wir, dass das Deutschlandsemesterticket keiner weiteren finanziellen Erhöhung unterliegt. Nur ein dauerhaftes Einfrieren des aktuellen Preises kann finanzielle Unzumutbarkeit des Deutschlandsemestertickets für Studierende verhindern.

Gezeichnet
Studierendenparlament der Hochschule Osnabrück